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1990

Endlich erreicht Segas 16-Bitter das europäische Festland. Damit sagt man dem ständigen Mitbewerber Nintendo den Kampf an und zielte erstmalig auch auf ältere Spieler. Mit Titeln wie Thunder Blade oder Strider konnte das Sega Mega Drive bereits von Beginn an überzeugen.


1991

Durch den Kauf des Publishers "Deith Leisure" verspricht man sich eine noch größere Präsenz in den europäischen Gebieten.


1992/93

Sega führte das Sega Mega CD, ein CD-ROM-Add-On für das Sega Mega Drive, ein, konnte damit aber niemals einen echten Durchbruch erzielen, da der Preis dafür deutlich zu hoch angesetzt war.


1994

Nachdem Sega bemerkte, dass die noch geheime Neuentwicklung "Sega Saturn" zu teuer werden würde, entschloss man sich kurzerhand ein weiteres Add-On für das Sega Mega Drive zu veröffentlichen, das 32-X - ein großer Fehler, wie sich später herausstellen sollte. Gegen Ende der Entwicklungsphase des Sega Saturn erkannte man die enorme Power der Sony PlayStation und spendierte dem Saturn einen zweiten Hauptprozessor, den aber niemand außer den hauseigenen AM-Teams so richtig ausnutzen konnte. Am 22. November 1994 wurde der Saturn
schließlich mit anfänglichem Erfolg in Japan veröffentlicht - Sony schob die PlayStation am 03. Dezember 1994 nach. Bereits am Erstverkaufstag gingen knapp 200.000 Saturns uber die Ladentheken in Japan. Bis Ende Dezember 1994 verkaufte Sega ca. 500.000 Saturns, während Sony sich mit "nur" 300.000 Stück begnügen musste.


1995

Fünf Jahre vor der Jahrtausendwende veröffentlichte Sega ihren Saturn, der aber, wie sich erst später herausstellen sollte, im Kampf gegen Sonys PlayStation niemals die Chance bekam, die er eigentlich verdient hatte. Gegen Ende 1995 veröffentlichte die Firma nVidia eine der ersten 3D-Beschleunigerkarten fur den PC, welche uber Anschlüsse für Saturn-Joypads verfügte. Diese Zusammenarbeit mit Sega war für beide Seiten interessant: Sega konnte erste Schritte in Richtung PC-Umsetzungen
unternehmen und nVidia verkaufte dank dem Bekanntheitsgrad der Sega-Titel eine stattliche Anzahl dieser Steckkarten. Als Spiel lag dem Bundle das 3D Beat 'em Up Virtua Fighter bei.


1996

Geplagt von den unbefriedigenden Abverkäufen des Saturns entschied sich Sega dazu, strategisch wichtige Titel auch auf der PC-Plattform zu veröffentlichen. In Zusammenarbeit mit "MCA" und "Dreamworks Inc." gründetet Sega die Firma "Sega Gameworks", welche sich fortan um den Aufbau der Spielautomaten-Parks im Norden von Amerika kümmern sollte. Zeitweise wurden Gerüchte laut, dass Sega Lizenznehmer der von Matsushita/3DO entwickelten M2-Hardware werden würde, da die letzten Eigenentwicklungen (Sega CD, 32X und Saturn) nicht auf die entsprechende Resonanz bei den Kunden stieß, da diese meist zu teuer waren. Dieses Vorhaben wurde aber wieder fallengelassen, nachdem die "Power" der M2-Hardware die Ingenieure von Sega nicht gerade überzeugte und Matsushita viel mehr an einem Videospiele-Standard (ähnlich dem VHS-Standard im Videobereich) interessiert war und somit Sega nicht alleine über die Lizenz verfügen konnte.


1997

Anfang des Jahres wurden Gerüchte laut, wonach Sega am 1. Oktober 1997 mit dem Spielzeugriesen Bandai eine Fusion eingehen möchte. Dieser Zusammenschluss der beiden Branchen-Riesen hätte dann unter dem Firmennamen "Sega Bandai Ltd." firmiert. Beide Firmen hatten zu diesem Zeitpunkt enorme Einbußen beim Verkauf ihrer 32-Bit Konsolen hinnehmen müssen - Sega mit dem Saturn und Bandai mit ihrem Pippin, einer Konsole, die auf der Macintosh-Technologie basierte. Da Bandai aber einen weltweiten Erfolg mit dem Tamagotchi erzielen konnte, war für sie ein Zusammenschluss nicht mehr von Interesse.


1998

Nach langem Ankündigen veröffentlichte Sega den "Dreamcast" am 27.11.1998 in Japan und sagt damit allen Konkurrenten erneut den Kampf an.


1999

Am 14. Oktober 1999 wurde, nach einer dreiwöchigen Verspätung, das Startsignal fur den Dreamcast in Deutschland und den Rest von Europa gegeben, während die Amerikaner bereits am 09.09.1999 in den Genuss der neuen Konsole kamen. Noch vor dem Erstverkaufstag konnte Sega eine stattliche Anzahl von nicht weniger als 300.000 Dreamcasts an den Handel verkaufen - dreimal so viel wie die PlayStation ein paar Jahre zuvor.


2000

Leider blieb der große Erfolg der Konsole aus. Die Dreamcast-Verkäufe lagen unter den Erwartungen. Im Dezember bringt Sega endlich Shenmue in Europa heraus, welches mit 21,6 Mio. Euro das kostspieligste Spiel aller Zeiten ist.


2001

Im Frühjahr gibt Sega den Produktions-Stop des Dreamcasts bekannt und verkündet, dass die Firma sich gänzlich aus dem Konsolengeschäft zurückziehen möchte und in Zukunft nur noch Software für alle Systeme herstellen werde. Im Laufe des Jahres erscheinen die ersten Umsetzungen einiger Sega-Hits auf der PlayStation2.


2002

Auch für die Xbox, dem Gamecube und dem Gameboy Advance bringt Sega Spiele heraus. Am Ende des Jahres gibt Sega bekannt, dass sie 2003 auf den europäischen Markt zurückkehren wollen, um ihre Spiele besser vertreiben zu können.


Quelle: Dreamcast-Kult, Ausgabe 1
- ab "2000" ergänzt von Nebojsa.

» Online seit: 01.01.2003 «
Letztes Update: 05.01.2003





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